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Die Ergebnisse der Recherchen und Aufzeichnungen stammen von den Verfassern des Projektes „Mittelalterliche Wandmalerei in der Börde“ von 2020.

Vergleiche Roessle, Jochen: Romanische Dorfkirchen des Magdeburger Landes. Untersuchungen einer Bauform des 12. und 13. Jahrhunderts, Diss.-phil., Bonn 2006, Katalogteil Nr. 1  S. 131: Der Autor vermutet hier einen möglicherweise hölzernen Vorgängerbau zum Kirchenschiff.

Ergebnisse der Recherchen und Aufzeichnungen des Büros für historische Bauforschung, Die Ergebnisse der Recherchen und Aufzeichnungen stammen von den Verfassern des Projektes „Mittelalterliche Wandmalerei in der Börde“ von 2020.

Vergleiche Roessle, Jochen: Romanische Dorfkirchen des Magdeburger Landes. Untersuchungen einer Bauform des 12. und 13. Jahrhunderts, Diss.-phil., Bonn 2006, Katalogteil Nr. 1  S. 131.

Vergleiche Roessle, Jochen: Romanische Dorfkirchen des Magdeburger Landes. Untersuchungen einer Bauform des 12. und 13. Jahrhunderts, Diss.-phil., Bonn 2006, Katalogteil Nr. 1  S. 131.

Vergleiche Roessle, Jochen: Romanische Dorfkirchen des Magdeburger Landes. Untersuchungen einer Bauform des 12. und 13. Jahrhunderts, Diss.-phil., Bonn 2006, Katalogteil Nr. 1  S. 131; Vergleiche Dehio, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg, bearb. v. Ute Bednarz, Folkhard Cremer u.a., München-Berlin 2002, S. 2 und vergleiche Institut für Denkmalpflege Halle (Saale): Die Kunstdenkmale im Bezirk Magdeburg, Institut für Denkmalpflege Halle (Saale) (Hrsg.), Die Kunstdenkmale des Kreises Haldensleben, Leipzig 1961, S. 95ff.

Vergleiche zu Weihekreuze: Institut für Denkmalpflege Halle (Saale): Die Kunstdenkmale im Bezirk Magdeburg, Institut für Denkmalpflege Halle (Saale) (Hrsg.), Die Kunstdenkmale des Kreises Haldensleben, Leipzig 1961, S. 95: um 1480; vergleiche zu figürlicher Wandmalerei: Roessle, Jochen: Romanische Dorfkirchen des Magdeburger Landes. Untersuchungen einer Bauform des 12. und 13. Jahrhunderts, Diss.-phil., Bonn 2006, S. 133f. sowie vergleiche Dehio, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg, bearb. v. Ute Bednarz, Folkhard Cremer u.a., München-Berlin 2002, S. 2: spätgotisch.

Die Autorin bezieht sich hierbei auf die Darstellung dieser Figur in einem Aquarell der freigelegten Wandmalerei von Dr. Gisela Weyde, fotografische Reproduktion im Bestand der Kirchengemeinde Ackendorf, 1928: Innerhalb der Wandmalerei sind nur noch die Zangenschenkel erhalten; gemäß dem Band Institut für Denkmalpflege Halle (Saale): Die Kunstdenkmale im Bezirk Magdeburg, Institut für Denkmalpflege Halle (Saale) (Hrsg.), Die Kunstdenkmale des Kreises Haldensleben, Leipzig 1961, S. 96: Es soll es sich evtl. um Dorothea handeln, aber das Attribut Zange spricht dagegen.

Die Autorin bezieht sich hierbei auf die Darstellung dieser Figur in einem Aquarell der freigelegten Wandmalerei von Dr. Gisela Weyde, fotografische Reproduktion im Bestand der Kirchengemeinde Ackendorf, 1928 und Institut für Denkmalpflege Halle (Saale): Die Kunstdenkmale im Bezirk Magdeburg, Institut für Denkmalpflege Halle (Saale) (Hrsg.), Die Kunstdenkmale des Kreises Haldensleben, Leipzig 1961, S. 96: Dort als Barbara bezeichnet.

Die Autorin bezieht sich hierbei auf die Darstellung dieser Figur in einem Aquarell der freigelegten Wandmalerei von Dr. Gisela Weyde, fotografische Reproduktion im Bestand der Kirchengemeinde Ackendorf, 1928; Vergleiche Institut für Denkmalpflege Halle (Saale): Die Kunstdenkmale im Bezirk Magdeburg, Institut für Denkmalpflege Halle (Saale) (Hrsg.), Die Kunstdenkmale des Kreises Haldensleben, Leipzig 1961, S. 97 und Archiv LDA, Fotos 1935.

Es konnten keine Hinweise für Rillen, Ritzungen oder Anzeichen zur Verwendung von Pausen belegt werden. Dies wurde auch von der bearbeitenden Dipl.-Rest. Stephanie Fischer 2019 bestätigt.

Sauer, Dietmar: Restauratorisches Gutachten zum Erhaltungszustand der Architekturoberflächen und Ausstattungsstücke der Kirche Ackendorf, Magdeburg Juni/September 1993, als Kopie in: Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr. OABKD-ID7; außerdem Vermerke im Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr. OABKD-ID7, sowie Fotos von 1928 (Mannewitz) und 1935 im Fotoarchiv sowie in der Mediathek, Nr. 31070-31072.

Fritz Mannewitz (1902–1962), Kirchenmaler, Restaurator und bildender Künstler, war seit Mitte der 1920er Jahre in der Kirchenprovinz Sachsen im Rahmen von Restaurierungen und auch qualitätsvollen Neugestaltungen zahlreicher Kirchenräume tätig.

Dr. Gisela Leweke-Weyde (1894–1984), Kunsthistorikerin, Malerin und Restauratorin.

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Fischer, Stephanie: Dorfkirche Ackendorf. Wandmalereien. 39343 Ackendorf (Ldkr. Haldensleben). Untersuchungsbericht, Schildow 2000c.

Gersdorf

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Die Ergebnisse der Recherchen und Aufzeichnungen stammen von den Verfassern des Projektes „Mittelalterliche Wandmalerei in der Börde“ von 2020. Vergleiche auch Dehio, Georg: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I Regierungsbezirk Magdeburg; bearbeitet von Ute Bednarz, Folkhard Cremer, Berlin 2002, S.266.

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Die Ergebnisse der Recherchen und Aufzeichnungen stammen von den Verfassern des Projektes „Mittelalterliche Wandmalerei in der Börde“ von 2020. Quelle: Langer, Thomas: Gersdorf. Dorfkirche St. Bartholomäus. Landkreis Börde. Bauhistorische Untersuchung. Zusammenfassender Bericht. Stand Juli 2019, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. 12876, Bad Belzig 2019, S. 15ff. Vergleiche auch Dehio, Georg: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I Regierungsbezirk Magdeburg; bearbeitet von Ute Bednarz, Folkhard Cremer, Berlin 2002, S.266.

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Zur dendrochronologischen Datierung (d) der barocken Bauphasen: Langer, Thomas: Gersdorf. Dorfkirche St. Bartholomäus. Landkreis Börde. Bauhistorische Untersuchung. Zusammenfassender Bericht. Stand Juli 2019, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. 12876, Bad Belzig 2019, S. 13f, gemäß Gutachten verfasst am 29.11.2018 von Dr. B. Heußner, Petershagen.

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Drott, Udo: Ohrekreis. 39326 Gersdorf: Dorfkirche. Dokumentation der restauratorischen Befunderhebung an der Fassade und im Innenraum, Gutachten, Bad Belzig 2018.

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Drott, Udo: Ohrekreis. 39326 Gersdorf: Dorfkirche. Dokumentation der restauratorischen Befunderhebung an der Fassade und im Innenraum, Gutachten, Bad Belzig 2018.

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Vergleiche Drott, Udo: Ohrekreis. 39326 Gersdorf: Dorfkirche. Dokumentation der restauratorischen Befunderhebung an der Fassade und im Innenraum, Gutachten, Bad Belzig 2018, S. 10f. und S.104-106. Auch Drott vermutet hier die Darstellung einer Distel.

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Vergleiche Drott, Udo: Ohrekreis. 39326 Gersdorf: Dorfkirche. Dokumentation der restauratorischen Befunderhebung an der Fassade und im Innenraum, Gutachten, Bad Belzig 2018, S. 107-117.

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Drott, Udo: Ohrekreis. 39326 Gersdorf: Dorfkirche. Dokumentation der restauratorischen Befunderhebung an der Fassade und im Innenraum, Gutachten, Bad Belzig 2018.

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Drott, Udo: Ohrekreis. 39326 Gersdorf: Dorfkirche. Dokumentation der restauratorischen Befunderhebung an der Fassade und im Innenraum, Gutachten, Bad Belzig 2018.

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Langer, Thomas: Gersdorf. Dorfkirche St. Bartholomäus. Landkreis Börde. Bauhistorische Untersuchung. Zusammenfassender Bericht. Stand Juli 2019, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. 12876, Bad Belzig 2019.

Gröningen

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Die Ergebnisse der Recherchen und Aufzeichnungen stammen von den Verfassern des Projektes „Mittelalterliche Wandmalerei in der Börde“ von 2020.

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Vergleiche Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 316ff. sowie vergleiche Leopold, Otto: Geschichtliches und Kunstgeschichtliches zur Kirche von Kloster Gröningen, maschinenschriftliches Manuskript in: Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Altakte Nr. 1048/2, S. 12ff.

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Vergleiche Dehio , Georg: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg, bearb. v. Ute Bednarz, Folkhard Cremer, Berlin 2002, S. 486-488;

vergleiche Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 294ff.; Vergleiche Schmitt, Reinhard: Klausuren mittelalterlicher Klöster und Stifte im Umkreis des Harzes. Forschungsstand und neue Ergebnisse; in: Kunst, Kultur und Geschichte im Harz und Harzvorland um 1200, Halle (Saale) 2008, S. 149; vergleiche Rüber-Schütte, Elisabeth; Schmitt, Reinhard: Gröningen – Reste der romanischen Klausur im Kloster; in: Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt, Band 5/1997, Peterberg 1997, S. 170-171. Die Ergebnisse der Recherchen und Aufzeichnungen stammen von den Verfassern des Projektes „Mittelalterliche Wandmalerei in der Börde“ von 2020.

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Vergleiche Verein zur Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Sachsen: Jahrbuch der Denkmalpflege in der Provinz Sachsen für 1897, Quedlinburg 1898, S. 33 und 70; Vergleiche Verein zur Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Sachsen: Jahrbuch der Denkmalpflege in der Provinz Sachsen für 1900, S. 30; Vergleiche Verein zur Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Sachsen: Jahrbuch der Denkmalpflege in der Provinz Sachsen für 1901, S. 20.

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Siehe dazu Nahrwold, Regine: St. Vitus Klostergröningen (Große Baudenkmäler Heft 444), München-Berlin, 3. überarbeitete Auflage 1998, S. 6: Westempore Ende 12. Jahrhundert; Nickel, Heinrich L.: Wandmalerei des Hochfeudalismus von europäisch-byzantinischem Spannungsfeld (12. und 13. Jahrhundert), Halle/Saale 1983, darin Nickel, Heinrich L.: Zu einigen Fragen der sächsischen Wandmalerei im 12. und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, S. 47-72, darin S. 58: im Ausdruck „staufisch“ mit Kenntnis italienischer Formgestaltung; Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 259 und 292: um 1150/60 bzw. um die Mitte des 12. Jahrhunderts; Foerster, Thomas: Bildprogramme hochmittelalterlicher Wandmalereien. Die bildlichen Argumentationsstrategien in Hildesheim, Quedlinburg und Kloster Gröningen (Palmbaum Texte. Kulturgeschichte Band 30), Jena 2011, darin besonders S. 51-130 und 339-391, Datierung des Emporenbaus um 1150/60 (S. 342).

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Vergleiche Nickel, Heinrich L.: Mittelalterliche Wandmalerei in der DDR. In Zusammenarbeit mit Gerd Baier, Gerhard Femmel und Karl-Max Kober, Leipzig 1979. S. 250.

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Es handelt sich um eine geläufige dreiteilige Zonierung. Zuoberst das Gerichtskollegium, darunter die Trennung der Seligen und Verdammten und zuunterst der Bereich der auferstehenden Toten. S. dazu Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, 122-126.

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Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 128, und Foerster, Thomas: Bildprogramme hochmittelalterlicher Wandmalereien. Die bildlichen Argumentationsstrategien in Hildesheim, Quedlinburg und Kloster Gröningen (Palmbaum Texte. Kulturgeschichte Band 30), Jena 2011, S. 121, vermuten hierin evtl. den Rest der das Paradies einfassenden Architektur bzw. einen Teil der Paradiespforte, Foerster auch eine reine Scheinarchitektur.

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Der Scheitel des Tonnengewölbes wird dabei durch ein dreifarbiges Mäanderband in eine östliche und westliche Gewölbehälfte aufgeteilt, die sich aus je drei Bildpaaren zusammensetzen. Jedes einzelne Bild wird dabei von einer roten Rahmenlinie umfasst. Zwischen der oberen und unteren Bilderreihe ist als Beschriftung eine lateinische Inschrift eingefügt. Als vertikale Gliederungen dienen zusätzlich eingeschobene grüne Blattgirlanden.

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Siehe dazu Foerster, Thomas: Bildprogramme hochmittelalterlicher Wandmalereien. Die bildlichen Argumentationsstrategien in Hildesheim, Quedlinburg und Kloster Gröningen (Palmbaum Texte. Kulturgeschichte Band 30), Jena 2011, S. 13-20. Er merkt an, dass im 12. Jahrhundert typologische Betrachtungsweisen sowohl in der Liturgie als auch in nahezu allen Kunstgattungen ihre Hochblüte erlebten. Auch Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 214-222.

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Besonders Foerster, Thomas: Bildprogramme hochmittelalterlicher Wandmalereien. Die bildlichen Argumentationsstrategien in Hildesheim, Quedlinburg und Kloster Gröningen (Palmbaum Texte. Kulturgeschichte Band 30), Jena 2011, besonders S. 51-54, stellt ausführlich heraus, dass die einzelnen Bildfelder nicht nur in vertikaler Hinsicht (oben neutestamentlicher Antitypus, unten alttestamentlicher Typus) sowie für die neutestamentlichen Darstellungen in einer chronologischen Reihenfolge im Uhrzeigersinn in Beziehung zueinander stehen. So verweist er auch auf Szenen mit ähnlichen Detailformen (zu einzelnen Bildgruppen siehe S. 73-77, 82-84, 95-98, 105-109, 115-118), aber auch auf jahreszeitlich bedingte Einflüsse durch den Lichteinfall durch die westlichen Fenster (S. 358-362). Diese übergreifenden Zusammenhänge sprechen dafür, dass der Auftraggeber, der das Bildprogramm vorgab, einem gebildeten Stand angehörte.

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Auch wenn es wie ein Brustbild wirkt, war Andreas – wie auch die anderen Einzelpersonen – ursprünglich ganzfigurig dargestellt. Die erhaltenen Abbildungen der Nordwand sind zudem mit variierend gemalten Rahmen eingefasst.

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Zwei erhaltene Aposteldarstellungen könnten für einen Apostelzyklus sprechen, wie er häufig im Kircheninneren angebracht ist (siehe auch Weihekreuz).

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Die nur noch schlecht erhaltene Darstellung eines Teufels inmitten eines Langhauses ist sehr ungewöhnlich und lässt sich derzeit nicht näher deuten.

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Die von der Wandmalerei heute getrennt und museal aufgestellten Stuckreliefs gehören zu den wichtigsten Plastiken des 12. Jahrhunderts im deutschsprachigen Kulturraum. Siehe dazu Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 13-56. Mit seinen sichtbaren Wundmalen und dabei ausgebreiteten Armen verweist der thronende Christus auf seinen für alle am Kreuz erlittenen Opfertod (S. 181f).

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Anders als in der bildüberfluteten Gegenwart darf man die Wirkung eines so monumentalen Wandgemäldes nicht unterschätzen. Drastische Höllendarstellungen, aber auch das hoffungsvolle Motiv der Seligen hinterlässt im mittelalterlich geprägten Menschen einen starken Eindruck und prägen sein persönliches Verhalten. Da Personen aller Stände unter den Verdammten erscheinen, kann das als Mahnung verstanden werden. Gleichzeitig eröffnet der Opfertod Christi dem Gläubigen die Möglichkeit der Höllenverdammnis durch ein gottgefälliges Leben zu entkommen und nach dem Tode ins Paradies zu gelangen.

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Was einzelne Motive und Darstellungen betrifft, hat Thomas Foerster durchaus Vergleichbares finden können, wenn auch eher nicht in der Wandmalerei. Heranzuziehen sind hier neben Buchmalereien auch Reliefschnitzereien aus Walrosszahn, metallene Tragaltäre u.a. Siehe dazu Foerster, Thomas: Bildprogramme hochmittelalterlicher Wandmalereien. Die bildlichen Argumentationsstrategien in Hildesheim, Quedlinburg und Kloster Gröningen (Palmbaum Texte. Kulturgeschichte Band 30), Jena 2011; auch Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 348f. Dass sich hier keine vergleichbaren Wandmalereien finden lassen, dürfte der mangelnden Erhaltung ähnlich früher Bilder geschuldet sein.

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Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 20-33.

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Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 33 und Riemann, Konrad et al.: Kloster Gröningen. Klosterkirche. Wandmalereien; in: Dokumentation der Restaurierung. Empore Ostseite, sog. Krypta, Zwickel der Nordarkade, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Sig. RE151, unpaginierte Maschinenschrift vom 26.07.1978, Blatt 10.

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Vergleiche Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 29 und Mörtelanalyse auf S. 41ff.

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Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 29f und S. 46f. sowie vergleiche Arnold, Torsten et al.: Raumklimatische und materialorientierte Schadensdiagnostik. Ableitung und Bewertung von Restaurierungskonzepten für Architekturoberflächen. Fallbeispiele von Krypten und Grüften in Sachsen-Anhalt, in: Wandmalereien in Krypten, Grotten, Katakomben. Zur Konservierung gefasster Oberflächen in umweltgeschädigten Räumen. Internationale Tagung des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Quedlinburg 3. bis 6. November 2011 (56), Halle/S. 2013, mit Thomas Danzl/Matthias Exner, S. 113 sowie Riemann, Konrad et al.: Kloster Gröningen. Klosterkirche. Wandmalereien; in: Dokumentation der Restaurierung. Empore Ostseite, sog. Krypta, Zwickel der Nordarkade, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Sig. RE151, unpaginierte Maschinenschrift vom 26.07.1978, Blatt 9f.

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Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 30: Ursprünglich lagen die Bildfeldbreite und die Bildfeldhöhe im Goldenen Schnitt zueinander, abschließend wurde der Abstand vom Gewölbescheitel zum Apsisbogen der östlichen Kryptaseite halbiert, womit eine Bildfeldhöhe von ca. 150 cm entstand.

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Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 30: Die Bestimmung gestaltete sich aber aufgrund des starken Abbaus, der Verschmutzungen und der späteren Festigung mit PVAc schwierig. Sicher ausgeschlossen werden können derzeit trocknende Öle und damit die Verwendung eines Emulsionsbindemittels/ einer Tempera sowie Harze und Wachse. In einem Fall besteht wiederum der Hinweis auf tierischen Leim (Zinnoberpartien am Gewand des linken der Hlg. drei Könige, vgl. Querschliff Abb. 33). Auf die Verwendung eines proteinischen Bindemittels deuten auch gelbe Fluoreszenzen im Bereich der Gewänder hin (Anhang E, Abb. 93 – 96).“

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Vergleiche Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 33 sowie Torsten Arnold, Uwe Kalisch und Jeannine Meinhardt: Raumklimatische und materialorientierte Schadensdiagnostik. Ableitung und Bewertung von Restaurierungskonzepten für Architekturoberflächen. Fallbeispiele von Krypten und Grüften in Sachsen-Anhalt, in: Wandmalereien in Krypten, Grotten, Katakomben. Zur Konservierung gefasster Oberflächen in umweltgeschädigten Räumen. Internationale Tagung des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Quedlinburg 3. bis 6. November 2011 (56), Halle/S. 2013, mit Thomas Danzl/Matthias Exner, S. 113 sowie Riemann, Konrad et al.: Kloster Gröningen. Klosterkirche. Wandmalereien; in: Dokumentation der Restaurierung. Empore Ostseite, sog. Krypta, Zwickel der Nordarkade, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Sig. RE151, unpaginierte Maschinenschrift vom 26.07.1978, Blatt 9f.

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Vergleiche Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 34 – 40.

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Durch Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 14-19 konnten auch die Dokumente in der Turmkugel von 1726, 1784, 20.7.1861, 1877 und 1928 eingesehen und ausgewertet werden.

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Vergleiche Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 14: Die Maßnahme wird in sinnvollen Zusammenhang mit dem Abriss des nördlichen Seitenschiffes gebracht.

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Vergleiche Arnold, Torsten et al.: Raumklimatische und materialorientierte Schadensdiagnostik. Ableitung und Bewertung von Restaurierungskonzepten für Architekturoberflächen. Fallbeispiele von Krypten und Grüften in Sachsen-Anhalt, in: Wandmalereien in Krypten, Grotten, Katakomben. Zur Konservierung gefasster Oberflächen in umweltgeschädigten Räumen. Internationale Tagung des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Quedlinburg 3. bis 6. November 2011 (56), Halle/S. 2013, mit Thomas Danzl/Matthias Exner, S. 110; Vergleiche Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 113; Vergleiche Verein zur Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Sachsen: Jahrbuch der Denkmalpflege in der Provinz Sachsen für 1900, S. 30; Vergleiche Verein zur Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Sachsen: Jahrbuch der Denkmalpflege in der Provinz Sachsen für 1901, S. 20; Vergleiche Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 15 und dementsprechend Anm. 52: Maidenbauer-Archiv der Preußischen Messbildstelle mit Sitz am Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege, Wünsdorf.

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Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 15 (nach Leopold, Otto: Geschichtliches und Kunstgeschichtliches zur Kirche von Kloster Gröningen, 68 Seiten und zeichnerische Anhänge, Halle/ S. 1940, S. 65ff., wohl als maschinenschriftliches Manuskript im LDA Sachsen-Anhalt, Akten-Nr. unbekannt, dort am 10.05.2020 jedoch nicht einsehbar). Vergleiche außerdem Bildarchiv Foto Marburg, Aufnahme-Nr. Z3.989, Online im Internet: https://www.bildindex.de/document/obj20216090?medium=mi00743a05 sowie vergleiche Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 113 und Döring, Oscar: Die romanischen Malereien in der Kirche von Kloster Gröningen; in: Zeitschrift für christliche Kunst, Heft 9, Köln/Düsseldorf 1912, Sp. 29.

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Vergleiche Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, 122-126 sowie Rüber-Schütte, Elisabeth: Zum mittelalterlichen Stuck in Sachsen-Anhalt. Fragen der Bestandserfassung, Erforschung und Erhaltung; in: Stuck des frühen und hohen Mittelalters. Geschichte Technologie Konservierung. Eine Tagung des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS und des Dom- und Diözesanmuseums Hildesheim in Hildesheim, 15.-17. Juni 1995, Matthias Exner (Hrsg.), ICOMOS Hefte des Deutschen Nationalkomitees XIX, München 1996, S. 98.

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Vergleiche Marx, Petra: Die Stuck-Emporenbrüstung aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext, Berlin 2006, S. 114 (nach Leopold, Otto: Geschichtliches und Kunstgeschichtliches zur Kirche von Kloster Gröningen, 68 Seiten und zeichnerische Anhänge, Halle/ S. 1940, S. 11, wohl als maschinenschriftliches Manuskript im LDA Sachsen-Anhalt, Akten-Nr. unbekannt, dort am 10.05.2020 jedoch nicht einsehbar). Vergleiche Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004, S. 16f. und Riemann, Konrad et al.: Kloster Gröningen. Klosterkirche. Wandmalereien; in: Dokumentation der Restaurierung. Empore Ostseite, sog. Krypta, Zwickel der Nordarkade, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Sig. RE151, unpaginierte Maschinenschrift vom 26.07.1978, Blatt 7: Neuverputz der unteren Wandbereiche mit Kalkmörtel und Putzergänzungen innerhalb der Malereien mit vermutlich gipshaltigem Kalkmörtel, Verschließen von Rissen sowie Ausführung von Anböschungen und Putzsicherungen mit unterschiedlich gefärbten mineralischen Hinterfüllmassen auf der Basis von Gips über Injektionslöcher und aufstehende Putzränder, lasierende Retusche der Kittungen und auf den wenigen Resten aufliegender, jüngerer Kalktünchen in Lokaltönen. Weitere Maßnahmen zur Malschichtfestigung oder umfangreichere Retuschen konnten 2004 nicht festgestellt werden. Die Arbeiten wurden weder schriftlich noch fotografisch dokumentiert.

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Vergleiche Institut für Denkmalpflege Halle (Saale) (Hrsg.): Denkmale in Sachsen-Anhalt. Ihre Erhaltung und Pflege in den Bezirken Halle und Magdeburg, erarbeitet im Institut für Denkmalpflege Arbeitsstelle, 2., durchgesehene Auflage, Halle/Weimar 1986, S. 23.

33

Vergleiche Institut für Denkmalpflege Halle (Saale) (Hrsg.): Denkmale in Sachsen-Anhalt. Ihre Erhaltung und Pflege in den Bezirken Halle und Magdeburg, erarbeitet im Institut für Denkmalpflege Arbeitsstelle, 2., durchgesehene Auflage, Halle/Weimar 1986, S. 331 und 352; Schwartz, Gabriele: Die Kirchlichen Werkstätten Erfurt 1952 bis 2002. Katalog der in den Abteilungen Holz und Farbfassung bearbeiteten Projekte; Dissertation, Dresden 2015, Nr. 238. Ebenso vergleiche Riemann, Konrad et al.: Kloster Gröningen. Klosterkirche. Wandmalereien; in: Dokumentation der Restaurierung. Empore Ostseite, sog. Krypta, Zwickel der Nordarkade, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Sig. RE151, unpaginierte Maschinenschrift vom 26.07.1978: Der Restaurierungsbericht dokumentiert die vorliegenden umfangreichen Schäden. Als Maßnahmen ohne Angabe der verwendeten Materialien werden Reinigung und Konservierung der Oberfläche, Entfernung von Rußpartikel mit Wasserstoffperoxid, Sicherung loser Teile, Niederlegen von Putzblasen, Abnahme des Putzes von 1935 im unteren Wandbereich, Anböschungen mit Kalkmörtel unter Verwendung von Wegelebener Sand genannt. Analysen aus dem Jahr 2004 (in: Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, Schildow 2004) ergaben den Einsatz von PVAc D50M zur Malschichtfestigung, flächig unter Ausbildung teils starker Glanzstellen und Läufer sowie zur Fixierung der Hohlstellen entweder über Injektionslöcher oder über Schollenränder. Im Zuge dieser Maßnahme wurden auch die Malereien auf der Außenseite der Empore sowie die Malereien in den Bogenzwickeln der Nordwand des Langhauses bearbeitet.

34

Lenz, Roland: Kloster Gröningen. Kapelle St. Vitus. Schadensuntersuchung an den Wandmalereien in der Westbau-Kapelle; archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 3866, Dresden 2000.

35

Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Westkapelle – Wand- und Deckenmalereien. 39397 Kloster Gröningen (Bördekreis). Dokumentation der Voruntersuchung und Probeflächen, Gutachten, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 5808, Schildow 2004.

36

Fischer, Stephanie: Ev. Pfarrkirche St. Vitus. Auswertungsbericht Klimadatenmessung des Jahres 2007 und der Monitoringflächen 2004, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8272, Schildow 2004.

Groppendorf

1

Die bisher für die Seelsorge zuständigen Zisterzienser errichteten St. Marien als eigenständige Pfarrei mit eigenem Pfarrer.

2

Möglicherweise gab es eine Grabstelle, die nicht angeschnitten oder beschädigt werden sollte.

3

In diesem Falle würde es sich bei dem Stab eher um eine Walkerstange handeln. Es könnte hier auch Philippus dargestellt sein, sofern es sich doch um einen Kreuzstab gehandelt hat.

4

Auch dieser Apostel ist nicht sicher zu identifizieren. Der Gegenstand in seiner rechten Hand kann ggf. als Schlüssel gedeutet werden.

5

Beide Figuren werden außerdem durch die erhaltenen Buchstaben in den Schriftbändern bezeichnet.

6

Auch wenn die typischen Attribute der Maria Magdalena fehlen, ist die Heilige durch ihre zeitgenössisch-elegante Kleidung gekennzeichnet. Im Zusammenhang mit der benachbarten Hl. Helena, der Kreuzauffinderin, wird man Sie hier als Augenzeugin der Kreuzigung Christi deuten. Häufig genug wird sie bei Kreuzigungsdarstellungen am Kreuzstammfuß kauernd wiedergegeben.

7

Bei der Frisur könnte es sich möglicherweise um eine Tonsur handeln. Zusammen mit der Darstellung seines nackten Fußes unter dem Gewand, könnten diese Charakteristika für einen Heiligen aus einem Bettelorden oder einen Eremiten sprechen.

8

Das Wappen kann leider nicht eindeutig einem Stifter zugeordnet werden.

9

Vergleiche Washington, National Gallery of Art, Nr. 3822: gleiche Stellung mit Arm- und Beinhaltung des Heiligen, aber andersartige Rüstung, und auch der auf dem Rücken liegende Drache unterscheidet sich.

10

Jedoch können etwaige Zusätze wie Weißpigmente, Gips, Kreide und weitere Bindemittel in der grundierenden Kalktünche nicht ausgeschlossen werden. Demnach käme auch eine vollständige Ausführung in Secco-Technik in Frage.

11

Vergleiche Schmidt, Hans-Peter: Allgemeine Istzustandserfassung der Wandmalerei in der Dorfkirche Groppendorf Sachsen-Anhalt Stand 2002, Gutachten von Dipl.-Rest. H.-P. Schmidt, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE9483, Groß Rodensleben 2002, S.28.

12

Vergleiche Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr., AA-Bez. „AA alt“ (ohne Nr.).

13

August Herrmann Heinrich Oetken (1861-1951), Dekorations- und Kirchenmaler sowie Professor für Ornamentzeichnen und Farbige Dekoration an der Königlich Technischen Hochschule Berlin (ab 1919 Technische Hochschule); zur Restaurierungsgeschichte vergleiche Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg, bearb. v. Uwe Bednarz, Folkhard Cremer u.a., München-Berlin 2002, S. 282; Vergleiche Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr., AA-Bez. „AA alt“ (ohne Nr.) sowie Schwarz-Weiß-Fotoreproduktionen der Aquarelle von August Oetken aus der Zeit ab 1896 Nr. S-0003, 14701-03.

14

Zur Restaurierungsgeschichte vergleiche Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr., AA-Bez. „AA alt“ (ohne Nr.).

15

Vergleiche Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr., AA-Bez. „AA alt“ (ohne Nr.).

16

Vergleiche Schmidt, Hans-Peter: Allgemeine Istzustandserfassung der Wandmalerei in der Dorfkirche Groppendorf Sachsen-Anhalt Stand 2002, Gutachten von Dipl.-Rest. H.-P. Schmidt, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE9483, Groß Rodensleben 2002, S. 90ff.

17

Vergleiche Arnold, Torsten; Arnold, Daniela: 39343 Groppendorf. Ev. Kirche St. Marien. Arbeitsbericht zu den Sicherungsarbeiten am Wandmalereibestand im Chorraum und Kirchenschiff, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. 7858, Leipzig 2007, S. 4.

18

Vergleiche Brauer, Nannette: Dokumentation (kurzer Arbeitsbericht). Erstellung einer Probefläche für die Wand- und Deckenmalereien in der Dorfkirche in Groppendorf b. Magdeburg (Sachsen-Anhalt, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. 8696, Leipzig 2009.

19

Vergleiche Howahl, Sascha; Spies, Ralph: Ev. Kirche St. Marien, Groppendorf. Dokumentation der konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen an den Wand- und Deckenmalereien, HOWAHLSPIES Restauratoren GbR, Berlin 2010.

Hadmersleben

1

Vergleiche Dehio , Georg: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg; bearb. v. Ute Bednarz, Folkhard Cremer, Berlin 2002, S.306-307; Vergleiche Merfert, Walter: Romanische Kantensäulen gibt es nur zwischen Elbe, Saale und Weser; in: Börde, Bode und Lappwald, Heimatschrift 2003/2004, Oschersleben 2004, S. 48-51; Vergleiche Schrader, Franz: Hadmersleben. St. Peter und Paul. Ehem. Benediktinerabtei-Kirche, heute kath. Pfarrkirche; in: Kleine Kunstführer Nr. 2026, Regensburg 1992; Vergleiche Merfert, Walter; Peda, Gregor: Hadmersleben – Ehemaliges Benediktinerinnenkloster; Peda-Kunstführer Nr. 154, Passau 2000.

2

Merfert, Walter; Peda, Georg: Hadmersleben, ehemaliges Benediktinerinnen-Kloster (Peda-Kunstführer Nr. 154), Passau 2000, S. 8.

3

Bergner, Heinrich: Beschreibende Darstellung der älteren Kunstdenkmäler des Kreises Wanzleben, XXXI. Heft, Halle 1912, S. 82ff.

4

Merfert, Walter; Peda, Georg: Hadmersleben, ehemaliges Benediktinerinnen-Kloster (Peda-Kunstführer Nr. 154), Passau 2000, S. 9.

5

Vergleiche Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr. 760/5: Zeitungsausschnitt Märkische Volksstimme, Potsdam 21.11.1985.

6

Bereits in Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr. 760/5: Karteikarte 35 (undatiert). Es wird beschrieben, dass sich hier Reste zweier Wandgemälde erhalten haben, darunter neben der Anbetung des Kindes auch zwei nicht identifizierbare Heilige. Siehe auch Bergner, Heinrich, Beschreibende Darstellung der älteren Kunstdenkmäler des Kreises Wanzleben, XXXI. Heft, Halle 1912, S. 94.

7

Der oder die Heilige könnte dabei für den Stifter des Bildes von besonderer Bedeutung sein und deshalb hier als Vermittler dargestellt werden.

8

Auch wenn nicht alle Apostel dabei sicher zu ermitteln sind, sind doch die meisten durch ihre Nimben gekennzeichnet, was die Darstellung anderer alt-und neutestamentlicher Tischszenen wie königliche Gastmähler oder auch die Hochzeit zu Kana ausschließen lässt. Wenn es doch weniger Personen sein sollten, wäre auch Christus bei Maria und Martha möglich.

9

Es haben sich in an der Nordwand der Nordkapelle der Klosterkirche (entspricht der rückwärtigen Seite der Südwand des Kapitelsaals) vergleichbare Weihekreuze erhalten. Gemäß Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg, bearb .v. Uwe Bednarz, Folkmar Cremer u.a., München-Berlin 2002, S. 303: Bauteil Kapitelsaal zu datieren mit 1. Hälfte 14. Jh., gemäß Friedrich, Verena: Romanik in der Deuregio Ostfalen, Passau 1997, S. 14: Nordkapelle der Klosterkirche Anfang 16. Jh. errichtet. Damit kommt eine früheste Datierung der Weihekreuze wohl für das beginnende 16. Jahrhundert durchaus in Frage.

10

Vergleiche Bergner, Heinrich: Beschreibende Darstellung der älteren Kunstdenkmäler des Kreises Wanzleben. XXXI. Heft. Halle 1912, S. 94. Dieser beschreibt außerdem, der Kapitelsaal sei vierjochig. Möglicherweise war dieser bereits 1912 durch Trennwände räumlich geteilt. Auch in Dehio, Georg

Handbuch der dt. Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Der Bezirk Magdeburg, bearb. v. Abteilung Forschung des Instituts für Denkmalpflege, München/Berlin 1974, (Nachdruck 1990), S. 132 als ursprünglich zweischiffiger u. vierjochiger Raum beschrieben.

11

Vergleiche Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr. 760/4 und 760/5; diverse Vermerke der Zeit nach 1945.

12

Vergleiche Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr. 760/5: Protokoll vom 28.11.1984.

13

Vergleiche Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr. 760/5: Zeitungsausschnitt aus Freies Wort, Suhl, vom 09.12.1985.

14

Vergleiche Altaktenbestand (AA) im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Akten-Nr. 760/5: Vermerk Voss vom 09.03.89.

Hamersleben

1

Vergleiche Krause, Hans-Joachim; Voß, Gotthard: St. Pankratius Hamersleben. Schnell Kunstführer Nr.1906 (ehemals: Das Christliche Denkmal, Heft 135), fünfte veränderte Auflage, Regensburg 2007; Vergleiche Schöne, Anne Christin: Die romanische Kirche des ehemaligen Augustinerchorherrenstiftes in Hamersleben, Phil-Diss., Köln 1999; Vergleiche Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Der Bezirk Magdeburg; bearb. v. der Abteilung Forschung des Instituts für Denkmalpflege, Berlin 1974, S. 169-173; Vergleiche Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt: Berichte zur Denkmalpflege 2015, Halle (Saale) 2016, S. 4: „Die im Zuge der Sanierung 2014 freigelegte hölzerne Mauerlatte der Apsis wurde dendrochronologisch untersucht und mittels 14C-Datierung auf ca. 1111/15 datiert. Damit ist der Bau der Klosterkirche entgegen neuerer Forschung doch im ersten Drittel des 12.Jahrhunderts einzuordnen.“

2

Zöllner, Walter: Die Urkunden und Besitzaufzeichnungen des Stifts Hamersleben (1108-1462). Studien zur katholischen Bistums- und Klostergeschichte, Band 17, Leipzig 1979: Klostergründung im Jahr 1107 in Osterwieck wohl durch Bischof Reinhard von Halberstadt. Vgl. Landesarchiv Magdeburg, Rep. U 8a, Kl. Hamersleben Nr. 1: zu Bischof Reinhard von Halberstadt und 1108 sowie Kl. Hamersleben Nr. 2: zu Urkunden des Klosters Hamersleben.

3

Ob der Altar wirklich in der Apsis und nicht im Chorjoch stand bleibt nach aktuellem Kenntnisstand weiterhin zu diskutieren. Beide Varianten können bestanden haben. Vermutlich gab es jedoch mindestens einen so genannten Kreuzaltar unter dem Triumphkreuz (dem Bogen zwischen Vierung und Langhaus).

4

Die Umbaumaßnahmen wurden durch Ferdinand von Quast, erster preußischer Staatskonservator, geleitet.

5

Universität Bamberg: Dendrochronologisches Gutachten der Universität Bamberg. Hamersleben St. Pankratius; Entnahme am 8.10.1998 und 26.5.2014 durch Frank Högg, Auswertung durch Dr. Thomas Eissing am 16.September 2015, Bamberg 2015.

6

Vergleiche Datierungen unterschiedlicher Quellen: Bildarchiv Foto Marburg, Aufnahme-Nr. fmd448611 und fmd448612, Online im Internet: https://www.bildindex.de/document/obj20216090, Stichwort Hamersleben: 1501-1600 bezüglich der Apostelkreuze; Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Der Bezirk Magdeburg, bearb. v. Abteilung Forschung des Instituts für Denkmalpflege, München/Berlin 1974, (Nachdruck 1990), S. 172 sowie Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg, bearb. v. Uwe Bednarz, Folkhard Cremer u.a., München-Berlin 2002, S. 361f.: Spätgotisch;
Krause, Hans-Joachim; Voss, Gottfried: Die Stiftskirche zu Hamersleben; in: Das christliche Denkmal, Heft 135, Berlin 1989, S. 18 und 21: um 1500 Herrichtung der Kirche (Rippengewölbe u.a.), spätgotische Ausstattung, auch vollständige Ausmalung der Hauptapsis; Unbehaun, Lutz: Die Augustinerchorherrenstift St. Pankratius in Hamersleben; in: Große Baudenkmäler, Heft 449, München-Berlin 1993, S. 16: Spätgotische Hauptapsis vollständig ausgemalt, Teile erhalten, besonders Weltgericht in der Kalotte; Piltz, Georg: Kunstführer durch die DDR, 4. Auflage, Leipzig/Jena/Berlin 1973, S. 215: „(…) in der Apsis des Hauptchores spätgotische Malereien (Weltgericht und Heilige) (…)“; Nickel, Heinrich L.: Mittelalterliche Wandmalerei in der DDR. In Zusammenarbeit mit Gerd Baier, Gerhard Femmel und Karl-Max Kober, Leipzig 1979, S. 253: um 1500.

7

Diese gestaffelte Dreiergruppe wird als eigenständige, aus dem Weltgericht gelöste Darstellung auch als Deesis bezeichnet.

8

Die lateinischen Inschriften (Venite benedicti, Venite maledicti, Venite ad judiciu(m) etc.) verweisen dabei auf die Seligen, Verdammten und das Gericht selbst.

9

So bei der deutlich präziseren Stoffwiedergabe der Gewänder sowie der Perspektive u.a.

10

An dieser Stelle wird zum Teil auf die Untersuchungsergebnisse der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim, Fakultät K Wandmalerei/Architekturoberflächen von 2009 sowie die Erkenntnisse im Zuge der Bearbeitung 1973/74 durch das Institut für Denkmalpflege Halle (Saale) zurückgegriffen. Vergleiche hierzu Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009, S. 34-38 und vergleiche Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 233, Restaurierungsbericht 1973/1974.

11

Befund gemäß Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009, S. 35.

12

Vergleiche auch Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009, S. 36. Die Konsolen weisen im Inneren vertikal durchgehende, handtellergroße Öffnungen auf, die teils mit Fragmenten aus degradiertem Holz zugesetzt sind. Möglicherweise wurden sie Halterungen für Lichtquellen wie Fackeln oder Kerzen verwendet.

13

Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009, S. 60 und LDA Sachsen-Anhalt, Akten-Nr. RE 233, Restaurierungsbericht 1973/1974, S. 5.

14

Vergleiche Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 233, Restaurierungsbericht 1973/1974 S. 6.

15

Vergleiche entgegen hierzu Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 233, Restaurierungsbericht 1973/1974, S. 7 und Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009, S. 38: An beiden Stellen wird eine schwarze Vorzeichnung sowie eine abschließende rote Konturierung beschrieben. Die Verfasserin kommt nach hinreichender Begutachtung der Maltechnik sowie im Abgleich mit Wandmalereien ähnlicher Zeitphasen zu dem Ergebnis, dass es sich hier um eine Fehlinterpretation durch optische Täuschung infolge des materialspezifischen Verwitterungsbildes handelt. Ein Teil der vermeintlich roten Konturierung ist als Vorzeichnung anzusprechen, die entweder als einzig erhaltener Rest stehen blieb oder in Folge der Abwitterung der Malschicht partiell freigelegt wurde und heute mit dieser auf einem Niveau liegt. Für die Heiligenfiguren im Wandbereich sind schwarze Vorzeichnungen maßgebend. Die abschließende Konturierung wurde selten zwar auch in Rot, vorwiegend jedoch in schwarz ausgeführt, liegt überwiegend immer über der roten Zeichnung und korrigiert diese sehr häufig.

16

Es fanden hierzu keine naturwissenschaftlichen Analysen statt. Phänomenologisch ließe sich auf eine fette Temperamalerei schließen, die maltechnisch bedingt aus mehreren Farbaufträgen mit zunehmend öliger Phase erstellt worden wäre. Hierfür wäre die Imprägnierung des Untergrundes (der grundierenden Kalktünche) erforderlich. Die an dieser Stelle gelblich braune Oberfläche könnte ein Hinweis hierfür sein. Vergleiche hierzu auch Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009, S. 48f.: „Die Anregung [der Malerei, anm. d. Verf.] mit ultraviolettem Licht führte zu charakteristischen Fluoreszenzen, die für die Verwendung organischer Bindemittel sprechen.“ Allerdings ist hierbei die starke Überarbeitung durch organische Kunststoffe im Zuge der Restaurierungsmaßnahmen 1973/74 zu berücksichtigen. A. a. St. Wird die Ausführung einer mehrschichtigen Temperamalerei für die Kalotte vermutet und aufgrund des Schadensbildes die Verwendung wässriger Bindemittel für die Architekturmalerei der Wandflächen angenommen. Vergleiche hierzu auch die Ergebnisse in Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 233, Restaurierungsbericht 1973/1974, S. 7: Die Maltechnik wird als alla prima, nass-in-nass unter Verwendung verschiedener Bindemittel für die figürlichen Bereiche (vermutlich Kasein), für die Nimben (Ölvergoldung), die grünen Landschaftsbereiche (möglicherweise auch Öl) und die Architekturmalerei (wässrige Bindemittel) beschrieben.

17

Vergleiche Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 233, Restaurierungsbericht 1973/1974, S. 7.

18

Vergleiche Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009, S. 60f.

19

Für die Freilegung selbst gibt es nur dahingehend Belege, dass die Oberflächen noch Fragmente jüngerer Anstriche sowie konkrete Spuren einer bzw. Schäden durch die Freilegung aufweisen. Siehe hierzu Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009, S. 39 und Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 233, Restaurierungsbericht 1973/1974, S. 8: Beide Quellen geben bis zu 3 weiße Farbschichten an. Vgl. Quast, Otte 1856, S. 76: „Die Absis zeigt unter der Tünche eine durchgehende Bemalung, das jüngste Gericht (oder Christus in der Herrlichkeit?) darstellend, die jedoch nicht sehr bedeutsam und erst dem XV. Jahrh. angehörte (…).“ Demzufolge war die Malerei 1856 zwar sichtbar, aber noch nicht freigelegt.

20

Vergleiche Krause, Hans-Joachim; Voss, Gottfried: Die Stiftskirche zu Hamersleben; in: Das christliche Denkmal, Heft 135, Berlin 1989, S. 28 und Institut für Denkmalpflege Halle (Saale) (Hrsg.)

Denkmale in Sachsen-Anhalt. Ihre Erhaltung und Pflege in den Bezirken Halle und Magdeburg, erarbeitet im Institut für Denkmalpflege Arbeitsstelle, 2., durchgesehene Auflage, Halle/Weimar 1986, S.
538 und 541.

21

Vergleiche Piltz, Georg: Kunstführer durch die DDR, 4. Auflage, Leipzig/Jena/Berlin 1973 S. 215 und Müller 1989, S. 118 sowie vergleiche
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 233, Restaurierungsbericht 1973/1974, und 235 sowie Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009, S. 32: Inhalt der Maßnahmen waren eine restauratorische Bestandsaufnahme, Putzsicherung mit Japanpapier und PVA, Putz- und Malschichtfestigung mit PVAc DI 5133, Anböschungen, Putzergänzungen und Rissverschluss mit kunststoffvergütetem Sumpfkalkmörtel (Merseburger Weißkalk und PVAc DI 5133), Entfernen von Kalkschleiern mit Essigsäure und Oberflächenreinigung mit Spiritus, Neutralretusche, Firnis mit Dispol M1 in Wasser.

22

Arnold, Torsten: Hamersleben, St. Pankratius. Spätgotische Wandmalereien in der Apsis. Kurzdokumentation zum Zustand, zur Verfügung gestellt durch den Autor i.A. des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Juli 2010 sowie Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen: St.-Pankratius. Hamersleben. Voruntersuchung 2009, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, archiviert im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Find-Nr. RE 8973, Hildesheim 2009.

23

Vergleiche hierzu Ziemann, Martin et al.: Pigmentveränderung; in: Umweltbedingte Pigmentveränderungen an mittelalterlichen Wandmalereien. Beiträge des 3. Konservierungswissenschaftlichen Kolloquiums in Berlin/Brandenburg am 13. und 14. November in Potsdam und Ziesar, Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (Hrsg.), Heft 24, Zossen 2009, S. 81ff.

Hamersleben